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Geheimnisvolle Orte in Telgte

Emsauenpark

Die Pfostenallee

Bei archäologischen Grabungen in den 1980er Jahren wurde in Telgte-Raestrup ein großer Grabhügel entdeckt, auf den eine fast 40 Meter lange Pfostenallee zuführt. Man nimmt an, dass hier vor ca. 3.700 Jahren in einer prozessionsähnlichen Zeremonie bestattet wurde. Im Rahmen der „Regionale 2004“ wurden die Grabhügel und die Pfostenallee, die am EmsRadweg liegen, rekonstruiert.

Die Pfostenallee liegt direkt am EmsRadweg Richtung Warendorf, östlich der Straße Alte Rennbahn.

Der Napoleonshügel

In Westfalen gab es zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur wenige und im Bistum Münster gar keine befestigten Fernstraßen, nur notdürftig instand gehaltenen Naturstraßen und Feldwege.

1807 fielen die preußischen Gebiete westlich der Elbe an Frankreich unter Napoleon und das Königreich Westfalen sowie das Großherzogtum Berg wurden gegründet.
Napoleon plante eine vierspurige Heerstraße zwischen Paris und Lübeck, um seine Truppen schnell verlegen zu können. Die Fernstraße sollte von Wesel über Münster, Osnabrück, Bremen und Hamburg bis nach Lübeck führen und möglichst gradlinig verlaufen, weshalb bei den Planungen kaum Rücksicht auf die natürliche Topografie genommen wurde.

In Westfalen wurde 1811/1812 mit der Planung und an verschiedenen Stellen auch schon mit dem Bau dieser Straße begonnen, so auch in Telgte, wo zu diesem Zwecke ein Emsübergang an der Ostseite der Stadt benötigt wurde. Mächtige Holzpfähle wurden als Brückenfundament in den Flussgrund gerammt und Erde für eine Brückenrampe am Ufer der Ems aufgeschüttet.

Diese Erdaufschüttung für die Brückenrampe am südlichen Emsufer hat sich als „Bauruine“ erhalten, nachdem unter der nur bis 1813/14 andauernden französischen Herrschaft nicht alle Teilstücke fertiggestellt und der Bau danach nicht weiter vorangetrieben wurden.

Der baumbestandene Hügel ist ca. 50 Meter lang und 15 Meter breit und steigt auf etwa 3 Meter Höhe an.

Altstadt

Die Kapelle im Emilienhaus

Das Emilienhaus wurde 1918 im Auftrag des Münsteraner Kaufmanns Josef Hötte sen. (1838-1919) errichtet, der auch in Münster zahlreiche soziale und kulturelle Einrichtungen gefördert hat. Das Gebäude, in dem eine Nähschule und ein Kindergarten untergebracht waren, wurde in das Stiftungsvermögen des Erbauers aufgenommen; Namensgeberin war dessen Ehefrau Emilie. Für die Einrichtungen konnten die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung gewonnen werden.

Kapelle im Emilienhaus

Architektonisch und denkmalpflegerisch ist das Emilienhaus als besonders wertvoll einzustufen. Die Kapelle im Hausinnern schmückt ein Deckengemälde des 19. Jahrhunderts, einige Fenster stammen aus dem 17. Jahrhundert und zeigen Wappen der Äbtissinnen des Klosters Gravenhorst.

Das Emilienhaus steht an der Dr. Josef Koch Straße in Telgte, die ehemalige Kapelle ist nur bei Sonderführungen zu besichtigen.

Das Kirchengewölbe der St. Clemens Kirche

Die Urpfarrei aus der Zeit um 800 wurde erstmals von 1169 bis 1173 urkundlich erwähnt. Unmittelbar an der Ems wurde 1522 nach einer Inschrift am Südportal mit dem Bau der heutigen St. Clemens Kirche begonnen. Der Außenbau wurde 1526 vollendet und ein Chorgewölbe 1555 erneuert. Die Einwölbung des Langhauses fand 1557 statt. Das Gebäude ist eine weitläufige Hallenkirche von ursprünglich vier Jochen mit schmalen Seitenschiffen.

Das Pfarrarchiv

Bis 2005 befand sich das Pfarrarchiv der St. Clemens Pfarrei in der alten Vikarie am Kardinal-von-Galen Platz in Telgte. Mit dem Zusammenschluss der St. Clemens Pfarrei mit der St. Johannes Gemeinde zum Pfarrverbund St. Marien wurde das Archiv in großen Teilen dem Bistumsarchiv in Münster übergeben.

Pfarrarchiv

Die Alte Apotheke

Die älteste Apotheke Telgtes wurde von Johann Heinrich Brefeld gegründet, der sich um 1790 als erster studierter Arzt in der Stadt niederließ und zwei Jahre später das beantragte Apothekenprivileg erteilt bekam.

Der heutige Besitzer Friedrich Dittlof liegt die Geschichte der mittlerweile geschlossenen Apotheke sehr am Herzen. So hat er im Kellergewölbe des Hauses quasi ein kleines Museum der Pharmazie im Stil eines alten Apothekerkellers eingerichtet. Alte Gefäße und pharmazeutische Gegenstände, die früher zum Herstellen von Pillen, Säften und Tinkturen dienten, verschiedene Waagen, Schüsseln und vieles mehr stehen dort in den Regalen.

Die Alte Apotheke befindet sich im Haus an der Münsterstraße 10 und ist zu seltenen Gelegenheiten im Rahmen von Sonderführungen zu besichtigen.

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