• Alte Mauern aus wilden Zeiten
Hattingen Wappen Hattingen

Dreiburgenstadt mit Fachwerk-Flair

Vergangene Zeiten treffen auf moderne Gegenwart

Hoch über dem Ruhrtal ragen sie in den oft blauen Himmel über der malerischen Flusslandschaft: Hattingens Burgen Blankenstein und die Ruine Isenburg. Zu Füßen der Ruhr liegt die dritte Schönheit, das Wasserschloss Burg Kemnade. Und das ist längst nicht alles, was das l(i)ebenswerte Städtchen zu bieten hat. Zwei historische Fachwerkareale in der Innenstadt und im Ortsteil Blankenstein laden ein zum Bummeln und Abtauchen in längst vergangene Zeiten. Gesichert ist durch eine Urkunde, dass Hattingen schon im August 1470 zollfreien Handel mit der hansischen Prinzipalstadt Unna und mit Hamm betrieb. Eine Gedenktafel an der restaurierten Stadtmauer erinnert seit
1988 an die hanseatische Vergangenheit der Stadt. Der Beitritt zum Westfälischen Hansebund 1996 und die Zugehörigkeit zur Internationalen Hanse seit 2015 setzen diese Tradition fort.

Hattingen atmet Vergangenheit. Straßennamen wie “Zu den sieben Hämmern” oder “Am Seilwerk” erinnern an Schmiedewerke und Seilerei. Das Bandwebermuseum bietet einen Einblick in altes Handwerk. Das Bügeleisenhaus mit seiner ungewöhnlichen Architektur gehört zu Hattingens Wahrzeichen. Wer durch die alte Kuhgasse (heute Kirchstraße) bummelt, fühlt sich zurückversetzt in die Zeit der Hanse und der grauen Mönche. Doch Hattingen ist nicht nur Vergangenheit. Behutsam und vorsichtig wurde die Moderne in das malerische Fachwerk integriert. Besonders eindrucksvoll ist dies durch die künstlerische Gestaltung der fünf ehemaligen Stadttore gelungen.

Steinhagentor

International bekannte Künstler konnten dafür gewonnen werden und schufen mit Kunst im öffentlichen Raum eine moderne Auseinandersetzung mit der Geschichte. Das gilt auch für Hattingens Eisenmänner. Die umstrittenen Drillinge kamen 1996 zum Hattinger 600jährigen Stadtjubiläum erstmalig in die Hansestadt. Die Männer aus Eisen wurden von dem polnischen Bildhauer Zbigniew Fraczkiewicz erschaffen. Die 2,40 Meter großen Kolosse mit gußeisernem Verstand und verrosteten Muskeln sind bis heute ein beliebtes Fotomotiv an der Stadtmauer.

Eisenmänner

Auf Schritt und Tritt ist das Historische auch Gegenwart. 1800 Instrumente und Spieluhren sind heute in der Musikinstrumentensammlung Grumbt im Wasserschloss Burg Kemnade zu entdecken – einige von ihnen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Das Burgmuseum Haus Custodis auf der Isenburg gibt heute einen Einblick in die Zeit der Grafen von Altena. Der Blick schweift von einer der größten Burgruinen Deutschlands weit in das liebliche Ruhrtal hinaus.

Hattingen hat eine lebendige und dem malerischen Ambiente angepasste Gastronomie entwickelt. Liebevoll gestaltete Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein – bei schönem Wetter auch gern open air mitten auf den historischen Plätzen. Im Hintergrund ragt der Burgturm von Blankenstein empor oder der Besucher staunt über den schiefen Kirchturm von St. Georg.

Nicht nur der Blick wandert gern über die Lebensader der Stadt, der Ruhr. An ihren Seiten führt ein Spazier- und Radweg durch das Ruhrtal zum Kemnader Stausee oder vorbei an der Ruine Isenburg Richtung Essen. Beim Stöbern und Staunen in den vielen kleinen Geschäften ist der Gedanke an Handel und Hanse immer mit dabei: Viele Hattinger Kaufleute zogen mit ihren Waren in die Welt hinaus oder brachten Kostbarkeiten aus aller Herren Länder in die Hansestadt an der Ruhr. Zu Ruhm und Ehre kam der Hattinger Kaufmann Heinrich Kielmann (1586-1659). Aufgewachsen ist er vermutlich in der heutigen Keilstraße im Herzen der historischen Altstadt. 1606 erlangt er in Wien das Privileg des Hofhandelsmannes, wird kaiserlicher Rat und 1652 als “von Kielmannseck” in den erblichen Freiherrenstand erhoben.

Pittoreske Fachwerkhäuser, mächtige Burgen, ein liebliches Flusstal, ausgesuchter Einzelhandel sowie eine gemütliche Restaurant-, Café- und Kneipenszene laden ein – komm zur Ruhr nach Hattingen!

Galerie

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