Herford entstand an den Furten im Mündungswinkel der Flüsse Werre und Aa. An den Flussläufen und den sie verbindenden Stadtgräben entlang, erbaut im 13. Jahrhundert während der Hochzeit der Hanse, zog sich eine massive Befestigungsanlage mit Stadtmauer, Stadttoren und Türmen. Herford handelte schon damals nachweislich mit Tuchen.
Im 19. Jahrhundert wurde die alte Befestigungsanlage umfunktioniert und entwickelte sich zu der beliebten 3,5 km langen Promenade um den historischen Stadtkern.
Die Wallanlagen haben einen hohen Naherholungswert und lassen sich gut zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Charakteristisch sind für die Wallanlagen die angrenzenden Villengrundstücke mit ihrem alten Baumbestand. Sie führen an einigen besonderen Sehenswürdigkeiten vorbei, wie dem Wittekindsdenkmal auf dem Wilhelmsplatz, dem Daniel-Pöppelmann-Haus – das städtische Museum sowie dem Zusammenfluss von Werre und Aa. Zudem erfüllen sie wichtige stadtklimatische und ökologische Funktionen.
An die damals massiven Toranlagen erinnern heute nur noch die Namen und in der Mühlengasse ein ca. 20 Meter langer Rest der Stadtmauer.
Der Wall unterteilt sich heute in sieben Teilabschnitte: Lübbertorwall, Bergertorwall, Pöppelmannwall, Unter den Linden, Deichtorwall und Schulwall. Von besonderem malerischen Reiz sind die Wallabschnitte, die an den Wasserläufen entlangführen. Kurze Abstecher in die Innenstadt bieten reichlich Gelegenheit, sich auf historische und kulturelle Erkundungstour zu begeben.
Verschiedene Touristische Angebote laden Besucher und Einheimische dazu ein, Wissenswertes und Interessantes über Herford und den Wall zu erfahren. So bieten die Herforder Gästeführerinnen und Gästeführer eine Führung „Wallrundgang mit Geschichte(n)“ oder „Herford und die Hanse“ an. Die Herforder Rad-Rallye aus der Tourist-Information bietet tollen Rätselspaß, um den Wall und die Natur um Herford auf spielerische Weise zu entdecken.