• Ist das Kunst oder kann das weg?
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Zeitreise zu den “sauerländischen Buddenbrooks”

Wer das großbürgerliche Haus besucht, meint jederzeit das Lachen der Familie Bergenthal zu hören. So lebendig sind die Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer mit originalen Gegenständen des täglichen Lebens aus der Jahrhundertwende eingerichtet. Man fühlt sich mitten in das Leben der “sauerländischen Buddenbrooks” versetzt.

Das schlossartige „Haus Kupferhammer“ in Warstein war jahrhundertelang Industriellenwohnsitz. Geprägt von Wirtschaftsgebäuden, Turm, Remise und einer gediegenen Park- und Gartenlandschaft ist das Ensemble Ausdruck großbürgerlichen Lebensstils vergangener Jahrhunderte.

Seinen Namen verdankt „Haus Kupferhammer“ dem Gewerbe der Familie Möller, der Kupferverarbeitung. Von ihrem Wohnsitz aus leiteten drei Generationen der Familie Möller ihre an mehreren Orten ansässigen Unternehmungen, die schon zur Mitte des 18. Jahrhunderts eine mehr als 250-köpfige Belegschaft zählten. Das heutige Aussehen von „Haus Kupferhammer“ geht im Wesentlichen auf den Neubau von Johann Theodor Möller in der Mitte des 18. Jahrhunderts zurück, einige Jahre später kamen Nord- und Südflügel hinzu.  Im Jahr 1848 kaufte der in Warstein geborene Fabrikant Wilhelm Bergenthal die bestehenden Gebäude und machte sie zum Zentrum seiner an der Bundesstraße 55 gelegenen Eisenindustrie. Durch die Integration vorhandener Bauten und die Erweiterung der Hofanlagen durch Wirtschaftsgebäude, Turm, Remise und Anlage einer gediegenen Park- und Gartenlandschaft gab er seinem Selbstverständnis in Form großbürgerlichen Lebensstils Ausdruck. Der maßgeblich durch Wilhelm Bergenthal beeinflusste wirtschaftliche Aufschwung verlieh der Ackerbürgerstadt Warstein den Charakter eines frühindustriellen Standorts der Eisenindustrie.

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