• Höhlen, Stollen, Unterwelten
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Gewerkenweg Brilon Olsberg

Der Bergbaugeschichte auf der Spur

Dort, wo einst Karren und Kutschen rumpelten, beladen mit Geröll oder Werkzeugen, sind Gäste heute der Bergbau-Vergangenheit der Region Sauerland auf der Spur. Auf dem Gewerkenweg erwachen längst vergangene Jahrhunderte zum Leben. Auf alten Transportwegen meint der Wanderer förmlich, den Klang der Hämmer und die Stimmen der „Kumpel“ zu hören.

21 Stationen vermitteln Eindrücke von der Bergbaugeschichte. Wer auf eine Vertiefung im Erdreich stößt, hat wahrscheinliche eine Pinge entdeckt – die Spur einer alten Grabestelle. Fast 100 Jahre sind seit der Schließung des Briloner Eisenbergs vergangen, doch der Philippstollen ist noch ein stückweit begehbar und vermittelt einen Eindruck von der beschwerlichen Arbeit der Bergleute. Am Maxstollen erinnert heute nur noch das Tor an den Abbau von Eisenerz. Er ist heute Schlafstätte etlicher Fledermäuse. Das prachtvolle Gewerkenhaus Kropff-Federath in Olsberg war einst Sitz einer begüterten Bergbau-Unternehmerfamilie.

Auf elf Kilometern Länge, von Brilon nach Olsberg oder umgekehrt, führt der Gewerkenweg durch die reizvolle Mittelgebirgslandschaft. Etwa auf der Hälfte liegt ein Abzweig, der weitere sieben Kilometer über Petersborn-Gudenhagen führt. Dort ist eine „Alte Hütte“ erhalten geblieben.

Wanderer, die ihr neu erworbenes Wissen vertiefen möchten, besuchen das Museum Haus Hövener in Brilon. Neben dem ausführlichen Einblick in die Geschichte der Gewerkenfamilie, kann man sich u.a. über einen Dinosaurier-Fund, Brilon als Glockengießerstadt oder auch über die heimische Geologie informieren.

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