• Höhlen, Stollen, Unterwelten
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Unterirdisch

Im Unterirdischen Zoo Osnabrück erlebt man eine Reise unter die Erde

Der unterirdische Zoo des Museums schließt sich direkt an die Bodenausstellung “unter.Welten” im Museum am Schölerberg an. In einem 500 qm großen Stollenlabyrinth lassen sich Nacktmulle, Präriehunde, Feldhamster oder Graumulle beim unterirdischen Höhlenbau, Hausputz oder der Jungenaufzucht in ihren Gängen und Nestern zuschauen. Dabei hat der Besucher das Gefühl selbst unter der Erde zu sein. Denn das Stollenlabyrinth ist täuschend echt gestaltet: Marode wirkende Holzbalken, Wurzeln, die aus der Decke brechen, ein Findling und verschiedene Bodentypen sorgen für Abenteueratmosphäre. Besonders spannend wird es bei den Ratten: Zuerst geht es durch einen mittelalterlichen Abwasserkanal: Rechts wuseln die oft unbeliebten Nager durch eine historische Kellerruine, links tummeln sie sich im eingestürzten Kanal. Einen Gang weiter heißt es „Augen zu und durch“, denn hier flitzen die Ratten unter und über den Besuchern entlang – natürlich abgetrennt durch dicke Glasscheiben. Wer es lieber kuscheliger mag, hält sich am besten an Feldhamster und Präriehunde.

Faszination über und unter Tage

Das Museum Industriekultur Osnabrück zeigt die Geschichte der Industrialisierung von Stadt und Landkreis Osnabrück seit dem 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Ära des Steinkohleabbaus am Piesberg.

Das Haseschachtgebäude – ein ehemaliges Zechengebäude aus dem 19. Jahrhundert, das mit seiner großartigen Rundbogenarchitektur zu den schönsten Bauwerken seiner Art in Deutschland zählt – bietet dem Besucher einige Überraschungen. Dampfmaschinen werden in Betrieb gezeigt und von der Schachthalle des Haseschachtgebäudes fährt man – wie einst die Bergleute – mit einem gläsernen Fahrstuhl 30 Meter tief „unter Tage“ ein und begeht einen 300 Meter langen historischen Bergwerksstollen, der zum Magazingebäude mit der ehemaligen Waschkaue führt, in der sich die Bergleute den Kohlenstaub abwuschen und die heute für Sonderausstellungen genutzt wird.

Die in 2015 ganz neu konzipierte Dauerausstellung macht mit interaktiven Stationen und Spielfeldern Lust auf Entdecken und Ausprobieren. Grandios ist die Museumspädagogik im Museum. Hier kann gefilzt, gebacken oder Metall gegossen werden. Geocaching, Fossiliensuche oder natürlich eine Führung mit Helm und Lampe durch den Hasestollen – hier sind dem Spaß wahrlich keine Grenzen gesetzt.

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