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Erholung inmitten von Natur und Geschichte

Radeln, pilgern und wandern – „Mythos Stein“ entdecken

Im Sattel des eigenen Drahtesels in die Geschichte des Kalksteinabbaus eintauchen – die insgesamt 114 Kilometer lange Radroute „Steine und mehr“ macht dies möglich. Als Gemeinschaftsprojekt der Kommunen Geseke, Anröchte und Warstein realisiert, bietet die Strecke an 33 Stationen für die Besucher/innen spannende Geschichten rund um den heimischen Kalkstein. An Sehenswürdigkeiten mangelt es dabei nicht: Die Radler stehen beispielsweise direkt an der Abbruchkante von noch aktiven Steinbrüchen, finden Kunstobjekte in nicht mehr aktiven Teilen der Brüche oder erhaschen einen Blick in ein renaturiertes Abbaugebiet, in dem die Natur freien Lauf hat, während der Mensch ausgesperrt bleibt.

Teil der Radroute „Steine und mehr“ ist auch der Themenpark “Mythos Stein”. Die Dyckerhoff GmbH hat im Jahr 2012 eine sieben Hektar große und bereits renaturierte Teilfläche des Steinbruchs „Fortuna“ für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Einzigartig für die Region ist der gleichzeitige Einblick in einen aktiven Steinbruch. Die Besucher/innen können so die Tätigkeiten zur Gewinnung des Kalksteins von der Sprengung über die Verladung bis zum Transport des Rohmaterials zum benachbarten Zementwerk aus sicherer Position betrachten. Das Gelände und die 750 Meter lange Zugangsrampe sind gut begehbar. Neben dem beeindruckenden Landschaftspanorama mit weiten Blicken ins südliche Münsterland und dem intensiven Farbspiel der bis zu 30 Meter hohen Kalksteinwände bietet auch der Park selbst interessante Blickwinkel. Die Installationen der Soester Künstlerin Renate Geschke zeigen unter dem Thema „Mythos Stein“ in beeindruckender Größe und Formensprache die Ausdrucksstärke des heimischen Kalksteins.

Zu Fuß erkunden Besucher/innen die Hellwegstadt Geseke zum Beispiel als Pilger des Jakobsweges. Von der Maria-Hilf-Kapelle aus dem 18. Jahrhundert pilgern Interessierte auf dem Hellweg, der alten Heer- und Handelsstraße zum Hellweg-Museum. Dabei überqueren sie die alte Wallanlage, die noch heute die Altstadt komplett umschließt. Der alte Hellweg wird gesäumt von Fachwerkhäusern unterschiedlichster Bauart und Epochen. Teils ansehnlich restauriert, vermitteln sie einen Eindruck von der großen wirtschaftlichen Bedeutung der deutschen Verbindungsachse von Ost nach West. Nach etwa einem Kilometer stehen die Pilger vor dem Dickmann-Haus, einem stattlichen Fachwerkbau aus dem Jahr 1664, in dem das Museum der Stadt untergebracht ist.

Direkt hinter dem Museum führt der Alte Steinweg geradewegs zur Stiftskirche St. Cyriakus, die malerisch am Geseker Teich mit seinen zahlreichen Quellen liegt. Sie bildet wohl die Keimzelle der Stadt und beheimatet neben vielen anderen kulturhistorisch bedeutsamen Schätzen das Gnadenbild der „Schmerzhaften Mutter“, einer hölzernen Pietà aus dem 15. Jahrhundert. Nach einer Legende trägt sie den Namen „Maria Schuss“ und ist Ziel einer monatlichen Wallfahrt.
Folgt man dem Lauf des Teichgewässers in nördlicher Richtung, so gelangt man zum neuen Wasserrad und von dort weiter in den Stadtpark. Hier findet der Wanderer ein wenig Ruhe und Erholung. Auch kann er sich in der nahegelegenen Gastronomie im historischen Haus Thoholte oder am benachbarten Marktplatz stärken.

Direkt am Markt wurde auch die Geseker Stadtkirche St. Petri mit ihrem mächtigen Turm erbaut. Nach dem Bau im Jahre 952 wurde sie mehrfach zerstört, wiederaufgebaut und erweitert. Als Besonderheit gilt ein Ostensorium aus dem 12. Jahrhundert, das damit das älteste seiner Art in Westfalen ist.
Nachdem man sich eine Pilger-Bestätigung für die Station Geseke hat geben lassen, verlässt man die Stadt Richtung Süd-Westen über die Eringerfelder Straße. Schon außerhalb der Stadt überquert der Pilger die Bundesstraße 1 und erreicht über Feldwege den Ortsteil Störmede. Das kleine Dorf glänzt im harmonisch gestalteten Ortskern mit seiner spätromanischen Pfarrkirche St. Pankratius und dem angrenzenden ehemaligen Klostergelände mit dem Haus Nazareth. Von Störmede bietet sich ein Abstecher zur Jakobuskapelle in Ehringhausen an. Im Innenraum der Kapelle befindet sich eine Statue des Hl. Jakobus, der Schutzpatron der Kirche, des Dorfes und des örtlichen Schützenvereins ist. Über einen neu angelegten Radweg erreicht der Pilger schließlich Langeneicke mit seiner Pfarrkirche St. Barbara.

Weitere Wanderwege stehen rund um den waldreichsten Ortsteil Eringerfeld zur Verfügung. Aber auch ein Ausflug in die Schledde ist vor allem für Naturfans ein absolutes Muss. Naturerlebnis und Erholung werden in und um Geseke großgeschrieben.

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