Gleich vier bedeutende Hallenkirchen prägen die Skylilne von Herford. Daneben gibt es noch einige weitere Gotteshäuser in der Stadt.
Münsterkirche Herford
Die Münsterkirche war die Urpfarrkirche von Herford und ist die älteste und größte Kirche Herfords. Um 1220 hat Gertrud II. als Äbtissin des reichsunmittelbaren Frauenstifts mit dem Bau begonnen. Die spätromanische Kirche steht auf einem ottonischen Vorgängerbau und wurde um 1280 fertiggestellt. Sie gehört zu den ersten Hallenkirchen im deutschsprachigen Raum. Dabei sind die Seitenschiffe genauso hoch wie das Mittelschiff und es entsteht ein eindrucksvoller Großraum. Hoch- und spätgotische Anbauten prägen die Südseite, während die Nordseite noch stark romanisch wirkt. Die Kirche ist werktags in der Regel von 10 – 16 Uhr für Besucher geöffnet.
Johanniskirche
Die große Besonderheit der ca. 1240 bis 1340 gebauten gotischen Hallenkirche St. Johannis, sind ihre beeindruckenden Glasfenster, die zu den ältesten in Westfalen gehören. Die Johanniskirche ist die Pfarrkirche der Herforder Neustadt. Von 1414 bis 1810 war St. Johannis auch die Kirche des Dionysius-Stiftes. Hier wurde der Dionysiusschatz mit Taufgaben Karls des Großen an Wittekind aufbewahrt, die sich heute in den Staatliche Museen Berlin befinden. Charakteristisch für die Kirche ist die reichhaltige Ausstattung aus dem 16. und 17. Jahrhundert: Kanzel und den Amtsstühlen der Handwerkerzünfte. Die Kirche ist in der Regel werktags von 10 – 16 Uhr geöffnet.
Jakobikirche
Die im 14. Jahrhundert erbaute Kirche ist sehr gut an Ihrem für die Region eher untypischen Zwiebelturm zu erkennen. Sie war die Herforder Station der Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Im Jahr 1530, während der Reformation, wurde sie für die Pilger geschlossen und 1590 als Pfarrkirche der Radewig wiedereröffnet. Nach einem Brand wurde die gotische Hallenkirche von 1778 – 1786 renoviert und wurde im Stil der Spätrenaissance neu ausgestaltet. Die Kirche ist Station auf dem 2013 neu eingerichteten Jakobspilgerweg von Minden über Bielefeld und Lippstadt nach Soest. Leider ist sie nur auf Anfrage zugänglich.
Marienkirche
Eine Marienvision wurde auf dem Stiftsberg zu Stein. Die für das 11. Jahrhundert dokumentierte Herforder Vision gilt als die älteste bekannte Marienerscheinung nördlich der Alpen. Der Legende nach soll die Jungfrau Maria mit zwei Botschaften einem Schäfer auf dem Luttenberg erschienen sein. Botschaft eins war der Auftrag zum Aufbau eines Klosters und Auftrag zwei sollte der Bau einer Kirche zum Gedenken an die Erscheinung sein.
Die erste dort gebaute Kreuzkirche wurde wahrscheinlich um 1017 vom Paderborner Bischof Meinwerk geweiht. Die heutige Kirche wurde 1350 vollendet. Sie ist eine im Stil der Hochgotik erbaute dreischiffige Hallenkirche. Sehenswert ist der Hochaltar mit Altarpyramide über dem Baumstamm der Erscheinung und Marien-Doppelplastik.

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